Actigall
Generic Actigall (Ursodeoxycholic acid)
Actigall wird zur Behandlung kleiner Gallensteine, um die Entstehung von Gallensteinen zu vermeiden und um primär-biliäre Zirrhose zu behandeln.

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Allgemeine Anwendung


Actigall ist eine Gallensäure, die dafür sorgt, dass die durch die Leber produzierte Cholesterinmenge verringert und vom Darm absorbiert wird. Es hilft dabei, die cholesterinbedingte Formation von Steinen in der Gallenblase zu vermeiden. Actigall erhöht auch den Gallenfluss bei Patienten mit primär-biliärer Zirrhose. Actigall wird dafür angewendet, um kleine Gallensteine bei Patienten zu behandeln, bei denen operative Eingriffe in die Gallenblase nicht möglich sind. Außerdem wird es dazu verwendet, um die Entstehung von Gallensteinen bei Patienten mit schnellen Gewichtsverlustdiäten zu vermeiden, kann aber auch für andere Zwecke angewendet werden, auch für solche, die hier nicht aufgeführt sind, und in erster Linie zur Behandlung von primär-biliärer Zirrhose. Actigall wird nicht verwendet, um Gallensteine zu behandeln, die bereits verkalkt sind.



Dosierung und Anwendungsgebiet


Nehmen Sie dieses Medikament genau so ein, wie es Ihr Arzt Ihnen verschrieben hat. Die Dosierung hängt von Ihrem medizinischen Zustand und ihrer Reaktion auf die Therapie ab. Eine erhöhte Dosierung wird eine Verbesserung Ihres Zustandes nicht zusätzlich beschleunigen, das Risiko gefährlicher Nebenwirkungen erhöht sich jedoch. Nehmen Sie das Medikament regelmäßig ein, um den größten Nutzen daraus zu ziehen. Um die Einnahme nicht zu vergessen, nehmen Sie das Medikament jeden Tag zur gleichen Zeit ein.



Vorsichtsmaßnahmen


Informieren Sie Ihren Arzt über sämtliche verschreibungspflichtige, rezeptfreie und pflanzliche Medikamente, die Sie vor der Einnahme von Actigall eingenommen haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bitte auch über Ihre Anamnese. Nehmen Sie dieses Medikament nicht ein, falls Sie überempfindlich oder jemals allergisch auf Ursodiol oder andere Gallensäuren reagierten. Falls Sie Probleme mit den Gallenwegen (Leber, Gallenblase, Gallengang) haben oder an gewissen Leber- oder Bauchspeicheldrüsenkrankheiten leiden, könnte es sein, dass Sie Actigall nicht einnehmen dürfen. Bevor Sie Actigall einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker darüber, ob Sie allergisch auf seine Komponente, auf andere Gallensäuren oder sonstige Stoffe reagieren. In einigen medizinischen Zuständen dürfen Sie dieses Medikament nicht einnehmen. Dieses Medikament kann Sie schläfrig machen. Während der Einnahme von Actigall sollten Sie weder am Steuer sitzen, noch Maschinen bedienen, noch irgendeine sonstige Tätigkeit ausführen, bei der hohe Aufmerksamkeit erforderlich oder sogar lebenswichtig ist. Beschränken Sie Ihren Alkoholkonsum. Während einer Schwangerschaft sollte das Medikament nur eingenommen werden, wenn es wirklich nötig ist. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über damit verbundene Risiken und Nutzen, um zu entscheiden, ob sich die Einnahme während der Schwangerschaft lohnt. Es ist nicht bekannt, ob dieses Medikament in die Muttermilch gelangt. Beraten Sie sich bei Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Stillen beginnen.



Kontraindikationen


Actigall wird bereits verkalkte Cholesterinsteine, röntgendichte Steine oder strahlendurchlässige Gallenfarbstoffsteine nicht auflösen können. Aus diesem Grunde können Patienten mit solchen Symptomen nicht mit Actigall behandelt werden. Patienten, die wichtige Gründe für Cholezystektomie, einschließlich unablässiger akuten Cholezystitis, Cholangitis, Gallenstauung, gallensteinbedingte Pankreatitis und Galle-Magen-Darm-Fistel können ebenfalls nicht von Actigall behandelt werden. Im Falle einer Gallensäure-Allergie ist Actigall ebenfalls nicht anwendbar.



Mögliche Nebenwirkungen


Zu möglichen Nebenwirkungen zählen unter anderem Magenverstimmungen, Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Rückenschmerzen, Haarausfall und Husten. Falls eine dieser Nebenwirkungen länger anhält, beziehungsweise sich verschlimmert, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker so schnell wie möglich darüber. Behalten Sie bitte im Sinn, dass Ihr Arzt oder Apotheker Ihnen dieses Medikament verschrieben hat, weil er der Ansicht war, dass der Nutzen sämtliche Risiken überwiegt. Die meisten Menschen, die dieses Medikament einnehmen, verspüren keine ernsthaften Nebenwirkungen. Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich darüber, falls eine dieser unüblichen aber ernsthaften Nebenwirkungen auftritt: Schwäche, Schwellung der Knöchel, Füße, erhöhter Durst oder Wasserlassen oder Anzeichen einer Infektion (Fieber, langanhaltende Halsschmerzen).
Es kommt sehr selten vor, dass eine sehr starke allergische Reaktion auf dieses Medikament erfolgt. Suchen Sie dennoch schnellstmöglich medizinische Hilfe auf, falls eine der folgenden allergischen Reaktionen auftreten sollte: Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen (vor allem Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Kehle), starker Schwindel oder Atemprobleme. Diese Liste von möglichen Nebenwirkungen ist unvollständig. Falls Sie Nebenwirkungen oder Zustände verspüren, die oben nicht aufgelistet sind, suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt oder Apotheker auf.



Wechselwirkung


Falls Sie Actigall mit gewissen anderen Medikamenten einnehmen, könnte die Wirkung eines der beiden Medikamente entweder verstärkt, geschwächt oder geändert werden. Beraten Sie sich unbedingt mit Ihrem Arzt über die Einnahme folgender Präparate zusammen mit Actigall: Aluminiumbasierte Antazidmedikamente, cholesterinsenkende Medikamente, Östrogene und orale Kontrazeptiva. Mit der Einnahme oder Änderung der Dosis dieses Medikaments sollten Sie weder beginnen, noch sollten Sie diese einstellen, noch sollten Sie die Dosierung ändern, ohne Ihren Arzt oder Apotheker darauf angesprochen zu haben. Bevor Sie dieses Medikament einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker über sämtliche verschreibungspflichtige, beziehungsweise rezeptfreien oder pflanzlichen Medikamente, die Sie einnehmen könnten, informieren, vor allem aber über: Aluminiumhaltige Antazide, Anti-Baby-Pillen, cholesterinsenkende Medikamente (Cholestyramin, Clofibrat, Colestipol) und Östrogene.



Verpasste Dosis


Nehmen Sie die verpasste Dosis ein, sobald Sie sich daran erinnern, oder nehmen Sie diese zusammen mit der darauf folgenden Dosis ein.



Überdosierung


Sie sollten weder die Dosierung erhöhen, noch sollten Sie das Medikament öfter einnehmen als es verschrieben wurde, ohne dabei mit Ihrem Arzt oder Apotheker Rücksprache gehalten zu haben. Fass Sie eine Überdosierung verdächtigen, suchen Sie so schnell wie möglich die nächste Vergiftungszentrale oder das nächstliegende Krankenhaus auf.



Lagerung


Lagern Sie das Medikament bei Raumtemperaturen in einem dichten Behälter.

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